Die Geschichte

Die Anfänge von Kölln

Die Anfänge des Unternehmens Peter Kölln KGaA liegen im ausgehenden 18. Jahrhundert. Hans Hinrich Kölln (1770-1812) erwarb 1795 eine kleine, pferdegetriebene Grützmühle, die er tatkräftig ausbaute. So versorgte er die von Elmshorn nach Grönland auslaufenden Seefahrer mit Schiffszwieback. Im Zuge der Kriege nach der Französischen Revolution und der 1806 von Napoleon I. verhängte Kontinentalsperre geriet auch das noch junge Unternehmen in eine Krise, die es jedoch überstand. Das Geschäft wurde nach dem Tod von Hans Hinrich Kölln von seiner tüchtigen Frau weitergeführt, so dass sein Sohn Peter Kölln (1796-1858) im Jahre 1820 das heutige Industrie-Unternehmen gründen konnte. Seine Mühle war die feste wirtschaftliche Grundlage eines blühenden Handels weit über die Grenzen Elmshorns hinaus. So entstand aus bescheidenen Anfängen heraus dank zähem Fleiß und kaufmännischem Geschick eine feste wirtschaftliche Grundlage für die folgenden Generationen.

Und auch im Zeitalter der Fusionen und strategischen Allianzen befindet sich die Firma bis heute im Familienbesitz - verwurzelt in Schleswig-Holstein mit einer ausgeprägten Unternehmensgeschichte.
So bedeutet der Name Peter Kölln seit jeher für nachfolgende Generationen die Verpflichtung, die lange Tradition zu pflegen, sich aber gleichzeitig mit innovativen Produktideen an den Wünschen seiner Kunden zu orientieren. Produkte, Service und Kommunikation werden Kölln auch weiterhin eng mit dem Verbraucher verbinden, als verläßlicher Partner für wertvolle Ernährung mit Genuss von Generation zu Generation.

Als Ende des 18. Jahrhunderts in England die Industrialisierung einsetzte und Anfang des 19. Jahrhunderts auch Deutschland erreichte, erkannte Peter Ferdinand Kölln (1838-1886), der Sohn des Gründers, bereits 1858 die Chancen dieses technischen Fortschritts. Er ersetzte das alte Göpelwerk durch eine Dampfmaschine. Mit neuen Produktionsmethoden bereitete er so den Weg in eine erfolgreiche Zukunft. Neben dem Getreidegroßhandel, der bis zu Beginn des Ersten Weltkriegs der wirtschaftliche Schwerpunkt des Unternehmens war, entwickelten sich die Köllnflockenwerke in den folgenden Jahren zu einem der bedeutendsten Haferverarbeiter Europas, dessen Hafervollkorn-Erzeugnisse heute in großer Produktvielfalt vertrieben werden. In den siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts entstand eine neue Mühle, die nach den damals neuesten technischen Standards gebaut wurde. Und auch in den folgenden Jahren wurden nicht nur weitere Produktionskapazitäten erworben und errichtet, sondern auch die vorhandenen laufend modernisiert. Nicht nur die jeweiligen Modetrends änderten sich im Laufe der Zeit, sondern auch der Geschmack beim Essen und Trinken. Dieser Entwicklung entsprach Kölln mit seiner konsequenten Ausrichtung auf den Hafer als besonders wertvolles Getreide und auf die Konsumenten durch ein einerseits klassisches, andererseits aber auch innovatives Produktsortiment. Mit den 1937 als Warenzeichen eingetragenen "Blütenzarten Köllnflocken" in der blau-blauen Packung, schuf Peter Kölln eine der bekanntesten deutschen Markenikonen. Sie sind auch heute noch das Flaggschiff des Unternehmens – Köllnflocken stehen nach wie vor als Synonym für qualitativ hochwertige Haferflocken. Daneben wurden Müslis und traditionelle Cerealien aber auch Haferspezialitäten wie Schmelzflocken®, Haferkleie Flocken und Instant Flocken entwickelt.